Reinhard Heß
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Reinhard Heß, * 30. Juni 1904 Trier, †9. August 1998 Wittlich.
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[bearbeiten] Werk
Die Werke, die Heß größtenteils in Öl/Tempera auf Leinwand/Holzfaser geschaffen hat, befinden sich heute überwiegend in Privatbesitz. Auch das Stadtmuseum Simeonstift Trier besitzt Werke von ihm. Sein Oeuvre wird auf rund 800 Ölgemälde und Aquarelle geschätzt, dazu noch Druckgraphiken und Zeichnungen. Zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen und Einzelausstellungen belegen sein umfangreiches Schaffen und seine Bedeutung für die moderne Kunst in Rheinland-Pfalz.
[bearbeiten] Biografie
- 1922 bis 1924 Studium an der "Handwerker- und Kunstgewerbeschule" Trier bei den Professoren August Trümper und Hans Proppe.
- 1925 erste Ausstellungsbeteiligung bei "Das Gewerbe und die Kunst" in Trier anläßlich der Gewerbeschau.
- 1926 Heirat mit Anna Maria Doyen (1902-1982), ein Jahr später Geburt der Tochter Gisela.
- 1928 Reise zu Studienzwecken nach Italien (Rom, Venedig, Florenz).
- 1930 wurde Heinrich Dieckmann zum Direktor der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Trier berufen, der wiederum Heß als Lehrer an seinem Institut per Zeitvertrag engagierte. Nach einer Hetzkampagne der Nazipresse wurde Heß 1935 aus dem Dienst als Lehrer der Werkkunstschule Trier entlassen.
- 1946 Festanstellung für die Abteilung Dekorative Raum- und Flächengestaltung der Werkkunstschule Trier.
- Um 1950 war Heß Leiter der Meisterklasse für Angewandte Malerei und auch für Graphik. 1955 leitete er die Klassen für Malerei am Bau und für Dekorative Malerei. 1953 war er künstlerischer Leiter der Textilklasse.
- 1948 schuf Heß im nördlichen Querschiffarm der Basilika St. Matthias in Trier ein Kirchenfenster, was den Auftakt bildete für zahlreiche Arbeiten, vornehmlich an Sakralbauten im gesamten Bistum Trier. Zur Heilig-Rock-Wallfahrt 1959 entwarf er den Vorhang mit Christuskopf für den Hochaltar im Trierer Dom. Im Dom entwarf er auch die Fenster der Ostkrypta, für die er 1975 eine Anerkennung für Kunst am Bau erhielt.
- 1984 fand eine große Retrospektive zu seinem 80. Geburtstag in den Räumen des Kurfürstlichen Palais Trier statt, 1988 eine weitere Retrospektive im Stadtmuseum Simeonstift.
- 1986 zeigte Heß bei der Ausstellung "Deutsche Expressionisten" im Luxemburger Kulturzentrum "Dada-House" seine Werke neben ganz Großen wie Max Ernst, Lovis Corinth, Otto Dix oder Ernst Ludwig Kirchner.
- Anläßlich des 90. Geburtstages fand im Stadtmuseum Simeonstift nochmals eine Werkschau statt.
- Im Oktober 1994 erhielt er den Ehrenbrief der Stadt Trier und 1998 den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz.
- Am 9. August 1998 starb Reinhard Heß in Wittlich und wurde in Trier auf dem Pfarrfriedhof St. Matthias bestattet.
- 2003 benannte die Stadt Trier auf dem Petrisberg die "Reinhard-Heß-Strasse", ab 2004 "Maler-Heß-Strasse", nach ihm.
- 2009 fand im Kurfürstlichen Palais Trier eine Ausstellung mit unbekannten und verschollen geglaubten Werken aus Familienbesitz statt.
[bearbeiten] Literatur
- Bärbel Schulte: "Reinhard Heß - Maler und GlasmaÂler in Trier", Diss., Trier, 1996 [1]
- Bärbel Schulte: "Reinhard Heß, Retrospektive", Ausst.-Kat., Kunstverein Ludwigshafen am Rhein e. V., 1997 [2]
- Bärbel Schulte: "Lebenswege Reinhard Heß : eine Ausstellung im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Trier", Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum, 1997 [3]
- Tobias Hött: "Reinhard Heß, Unbekannte Werke", Katalog zur Ausstellung im Kurfürstlichen Palais Trier, Kunstverein Trier Junge Kunst, 2009 [4]
